Das mobile Internet im Wandel
Juli 9, 2009 6:44 pm Computer
Was für viele Leute heute der DSL Anschluss ist, könnte in den nächsten Jahren der mobile Internetanschluss sein. Schon heute nutzen immer mehr Menschen die Möglichkeit mobil zu surfen.
Das liegt zum einen daran, dass mit einem UMTS beziehungsweise HSDPA Zugang bereits Geschwindigkeiten erreicht werden können, die eine mittlere DSL Leitung ersetzen kann. In vielen Ausbaugebieten ist bereits eine HSDPA-Geschwindigkeit von 3600 KBS möglich. Das entspricht der Leistung von DSL 2000. Es gibt sicherlich noch einige Internetnutzer denen diese Anbindung vollkommen ausreichen dürfte. Die maximale Geschwindigkeit, welche nur sehr selten angeboten wird, beträgt 7200 KBS. Das entspricht circa DSL 6000, welches wohl die im Moment am häufigsten genutzte DSL Geschwindigkeit sein dürfte.
Einschränkungen bei UMTS bzw. HSDPA sind im Bereich der Latenzzeiten zu finden. Die so genannten Ping-Zeiten liegen bei circa 100 ms und sind somit für bestimmte Anwendungen nicht vertretbar. Zum einen ist es nicht möglich schneller Onlinespiele zu nutzen, da hier eine kurze Antwortzeit unbedingt erforderlich ist. Eine weitere Einschränkung liegt in dem Remote Desktop Bereich. Auch hier ist es unbedingt notwendig das wie Latenzzeit auf ein Minimum reduziert wird. Personen die darauf keinen Wert legen, können guten Gewissens auf UMTS in der HSDPA Variante umsteigen.
Des weiteren sind die Netzbetreiber dazu übergegangen auch den mobilen Zugang über eine so genannte Flatrate abzurechnen. Das bedeutet UMTS Surfen zum Pauschalpreis. Eine durchschnittliche UMTS oder auch HSDPA Flatrate beträgt circa 30 €. Das ist allerdings abhängig von dem gewählten Provider.es ist allerdings zu beachten, dass diese so genannten Flatrate eine der Fair-Optionen beinhalten. Das bedeutet soviel, dass nach einem Transfervolumen von 5 GB in einem Abrechnungszeitraum die Surfgeschwindigkeit dramatisch reduziert wird. Die Netzbetreiber drosseln den Zugang auf GRPS Niveau (56 kb/s). Dieser “beschnittene” UMTS Zugang ist kaum nutzbar, da diese weder zum zügigen Surfern noch zum empfangen von größeren E-Mails ausreichend sein dürfte. In der nächsten Abrechnungsperiode steht dann die volle Surfgeschwindigkeit wieder zur Verfügung.
Autor: Peter Lindner - Webseite
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Tags: DSL, flatrate, hspda, umts