Die neue Unternehmensform
December 17, 2008 11:36 pm Business
Seit 1. November 2008 ist sie da, die Mini-GmbH, die Alternative zur ähnlichen Version aus UK. Bei dieser Unternehmensform handelt es sich um eine Unternehmergesellschaft, welche auch die Ergänzung „UG” im Firmennamen tragen muss. Diese Unternehmergesellschaft kann auch ohne Mindeststammkapital ins Leben gerufen werden. Für den Aufbau einer solchen Unternehmergesellschaft sind etliche Unterlagen erforderlich. Diese Unterlagen werden häufig als Mini-GmbH Gründungsset aufgeführt. In den Unterlagen findet man alles Wesentliche zum Ablauf einer Firmengründung: Vertragsinformationen, Auswahl und Vorgehensweise von mehreren Gesellschaftern und die Anmeldung im Handelsregister. Im Mini GmbH Starterpaket der Bundesregierung entdeckt man auch alle erforderlichen Unterlagen zur Gründung der Mini-GmbH. Wenn man sich für die Selbständigkeit festgelegt hat, der sollte sich auch unbedingt im Mini GmbH Forum erkundigen. Die neuen Regeln zur Firmengründung soll die Existenzgründung in Deutschland vereinfachen. Im Vorfeld steht allerdings die Feststellung der Schattenseiten aber auch die Vorteile der Mini-GmbH. Als deutlichen Vorteil ist die Gegebenheit zu beurteilen, dass das Gründen einer Mini-GmbH, anders als zur althergebrachten Reglement, äußerst erleichtert wurde. Diese Unternehmergesellschaft sollte das Auswandern der Gründer von Unternehmen ins Ausland ein bisschen bremsen. Auch mit dem neuen Regelwerk kann man finanzielle Unterstützungen oder einen Gründungszuschuss erbitten, da es auch eine GmbH ähnliche Rechtsform darstellt. Die Stammeinlage beläuft sich auf 1 Euro, anders als zur althergebrachten Reglement, wo im ersten Jahr 25.000 € vorhanden seien müssen. Das Einbringen von Sachen sind allerdings bei der Mini-GmbH nicht erlaubt. Eine Auflage besteht allerdings, denn 25% des Gewinns eines Jahres müssen als Einlage beiseite gelegt werden, so lange bis die GmbH-Mindesteinlage von im ersten Jahr 25.000 € angespart ist. Dann ist eine Umwandlung in eine traditionelle GmbH denkbar, wozu aber keine Pflicht besteht. Das Erfordernis zum Ansparen des Stammkapitals könnte schon etliche Gründungen von Firmen zu Nichte machen. Der finanzielle Aufwand für eine Firmengründung sind zwar laut den Aussagen bloß 150€, aber die wirklichen Gelder müssten deutlich darüber liegen, denn ohne die nötigen Informationen im Vorfeld ist keine Firmengründung sinnvoll. Heikel ist auch die Problematik der Befürwortung der Mini-GmbH, da die Haftung des Unternehmens einzig auf das Firmenvermögen beschränkt ist. Dieser Tatsache ist jedoch, mittels einem raschen Aufbau der Stammeinlage und eine zeitige Umwandlung in eine herkömmliche Reglement, entgegenzuwirken. Diese neue Art von Firmengründung sollte deshalb in erster Linie als Option verstanden werden, die die Gründungsmitglieder eines Betriebes mit geingem Startkapital verwenden sollten.
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Tags: Mini GmbH