Hanf als nachwachsender Rohstoff mit großem Potential

12:13 am Business

Der Hanf ist eine einjährige Pflanze und hat diverse Potentiale um als nachwachsender Rohstoff genutzt zu werden. Mehr oder weniger die ganze Pflanze ist stofflich verwertbar. Aus dem Stängel lassen sich reißfeste und robuste Naturfasern gewinnen. Der holzige Bestandteil des Stängels wird bei der Fasergewinnung abgesprengt. Die splitterförmigen so genannten Hanfschäben werden als Grundstoff für Tiereinstreu oder Pressplatten weiterverwertet. Die Fasern sind in der Textilindustrie begehrt, werden aber auch zu Faserverbundwerkstoffen z.B. in der Automobilindustrie weiterveredelt. Die Samen der Pflanze können zu einem ernährungsphysiologisch wertvollen Pflanzenöl verpresst werden oder dienen als Hanfnüsse auch der gesunden Ernährung. Die Blüten und Blätter können zur Gewinnung von ätherischen Ölen für die Kosmetikindustrie genutzt werden. Aus den Blüten kann zudem Medizin und Rauschgift produziert werden. Es gibt ganz sicher relativ wenige Nutzpflanzen mit einem derart breiten Nutzenspektrum. Aus diesem Grunde ist das Interesse seitens der Landwirtschaft an der Hanfpflanze auch recht vielfältig. In der Schweiz gibt es sogar Landwirte, die die Freigabe von Marihuana fordern, weil es für Bergbauern schwierig ist, Pflanzen zu finden, die in an Berghängen anbaubar sind und aufgrund des erhöhten Aufwandes am Berg gleichzeitig eine hinreichende Wertschöpfung erzielen können. Unter diesem Aspekt wäre die Drogenproduktion natürlich ideal. Man wird sehen, ob diese Vorstellungen eines Tages umsetzbar sind.



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