Hydraulikpressen

12:54 pm Wirtschaft

Hydraulikpressen dienen ausschließlich zur Erzeugung des größten in der Technik notwendigen Drucks, nämlich dem Druck bis 500 bar. Nach dem hydrostatischen Grundgesetz kann eine Kraft, die auf eine Wand des Gefäßes wirkt, vervielfacht werden, da der Druck in einer Flüssigkeit konstant ist. Beispielsweise wenn ein Gefäß zwei Ebenen mit dem Inhalt A1 und A2 hat und dabei der Druck ohne Kraft p sei. So erhöht sich der Druck auf p + F1/A1, wenn nun auf die erste Fläche eine Kraft F1 wirkt. Dieser ist nach dem hydrostatischen Grundgesetz gleich p + F2/A2. Proportional zum Flächeninhalt ist die Kraft an der zweiten Fläche also gleich F2 = F1 x A2/A1. Nach ihrem Erfinder Josef Bramah werden die Hydraulikpressen auch als Bramahsche Pressen bezeichnet. Um die auf einen Kolben einer Pumpe wirkende Kraft zu vervielfachen, machen sich die Hydraulikpressen dieses Gesetz in der Anwendung zu Nutze. Aus einem Kolben, der den Druck empfängt, um ihn auf den zu pressenden Körper zu übertragen und aus einer Druck- und Saugpumpe bestehen die Hydraulikpressen. Das Wasser des Behälters dringt durch das Sieb, hebt das Ventil und gelangt so unter den Kolben, nach dem durch einen Hebel der Kolben hochgehoben wurde. Das zurückgetretene Wasser schließt das Ventil, hebt das andere Ventil und gelangt durch die Röhre in den Hohlraum der Hydraulikpressen, nachdem man den Hebel nieder gedrückt hat und so auch der Kolben niedergegangen ist. Der zu pressende Körper wird zusammengedrückt, nachdem das Ventil gegen den Kolben gedrückt hat, den es mit der Platte hebt. Jeder Flächenteil der Gefäßwände, der den Querschnitt des Kolbens gleich ist, hat einen gleichen Druck auszuhalten, wenn der Kolben durch irgendeine Kraft nieder gedrückt wird. Die Unterfläche des Kolbens kann man als einen Teil der Gefäßwand betrachten. Die Kraft, mit welcher der Kolben gehoben wird, wird größer sein als die Kraft, mit welcher der kleine Kolben nieder gedrückt wird, und zwar in dem Verhältnis je größer der Querschnitt des großen Kolbens im Vergleich zum Querschnitt des kleinen Kolbens ist. Wenn mit einer Masse von 0,5 kg nieder gedrückt wird, so wird eine Masse von 50 kg gehoben, wenn der Querschnitt ein Hundertstel des Querschnitts ist. Wenn beispielsweise die Hebelarme von Widerstand und Kraft  im Verhältnis 6:1 stehen, ist die Wirkung dieselbe, als ob auf den Kolben direkt die Masse von 300 kg wirkt, wenn der Hebel mit einer Masse von 50 kg niedergedrückt wird. Also könnte der Kolben eine Masse von 30.000 kg heben.

Saskia van Soest

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