Im Gesetz verewigt
Juni 3, 2009 5:48 pm VersicherungDie Regierung Gerhard Schröder neigte dazu Gesetze zu personifizieren. War ein Gesetz in früheren Zeiten immer ein recht anonymes Werk, welches von einer Vielzahl von oft auch nur wenig bekannten Politikern verfasst worden war, so galt es in der Zeit der Rot-Grünen Regierung dem Gesetz auch immer den Namen eines Politikers oder eines klugen Mannes aus der Wirtschaft zu geben. Manchmal war die Namensgebung ein glücklicher Wurf, manchmal wurde sie zur Peinlichkeit. So glänzte der Namensgeber der vier Hartz-Gesetze in den Jahren nach dem juristischen Schöpfungsakt seiner Gesetze vor allem durch unmoralische Affairen, die sich durch die Vorstandsetagen des ihm verantworteten Konzerns zogen. Mehr Glück hatte man mit Walter Riester, dem namensgebenden Paten der Riester Rente. Das Konzept der zulagengeförderten privaten Altersvorsorge wurde anfangs als bürokratisches Monster von vielen Menschen skeptisch aufgenommen. Heute scheint die Riesterrente allerdings zum Erfolgsmodell zu werden. Die Hürden für Versicherungsträger, Angebote nach dem Riester Konzept anbieten zu dürfen, sind hoch angelegt und die Leistungen aus einem Riester Vertrag sind staatlich garantiert. Hinzu kommt die staatliche Förderung, die dem Riester-Versicherten zusätzliche Mittel garantiert, für die er bei anderen Konzepten der privaten Rentenversicherung auch zusätzliche Ansparungen leisten müsste. So nimmt es nicht wunder, dass immer mehr Arbeitnehmer, die sich Sorgen um den persönlichen Lebensstandard im Alter machen, sich für eine Riester Rente entscheiden.
Das könnte Sie vielleicht interessieren:
Infos über die top Kinofilme der letzten Jahre.
Schlagwörter: private Altersvorsorge, Riester Rente, riestern, Riesterrente