Tee genießen

6:03 pm Gesundheit

Gemäß einer berühmten russischen Faustregel bereitet man Tee in der mit lauwarmen Wasser erwärmten Teekanne zu, nimmt je Person einen halben Esslöffel getrockneter Teeblätter, übergießt diese mit kochend heißem Wasser und schüttet dann den Aufguss nach sieben min. in eine weitere Kanne. Teeliebhaber empfehlen, den Aufguss nur drei min. ziehen zu lassen, zumal nach Ablauf dieser Zeit die in den Teeblättern enthaltenen Tannine frei werden, welche den anregenden Effekt des Koffeins im Tee abschwächen. Tee kann man je nach Vorliebe mit Dosenmilch, Kandis, Honig, oder Arrak genießen. Die Annahme, in Teebeuteln befinde sich eine mindere Qualität, ist nicht korrekt. In Teebeuteln sind erlesenere Stückchen ohne Stiele. Wer ein Tee-Ei nutzt, sollte es circa zur Hälfte voll machen. Denn nach dem Überschütten mit siedendem Wasser schwemmen Teeblätter auf und nehmen so an Größe zu. Die Teeblätter brauchen zur Aromaentfaltung Platz. Die Würze des Tees ist von der Güteklasse abhängig. Die bestmöglichste Tee-Qualitätsklasse liefern die Knospen und junge Blätter der Pflanze. Wenn die Teeblättchen geerntet wurden, müssen diese fürs Erste welken, später werden sie geschnitten, oxidiert und endgetrocknet. Einige Tees werden nicht oxidiert sondern anstattdessen gedämpft. Heilsame Ingredenzien, welche vor Krebs schützen sollen, werden dabei konserviert. Der gesundheitsfördernste Aufguss weltweit soll der Jiaogulan Aufguss sein, der im Übrigen auch “Kraut des langen Lebens” heißt, kein Guaranin oder Koffein aufweist, gleichwohl aber belebend ist und einen günstigen Effekt auf das Wohlbefinden von Menschen und Tieren hat. Die Knospen der rasant heranreifenden, maximal drei m langen Staude, welche zu den rosenähnlichen Pflanzen zählt, werden in der indischen Gesundheitslehre als Heilmittel verwendet. Der Tee gehört in Europa nicht wirklich zu den Arzneimitteln, sondern ist ein Genussmittel. In den United States of America wird jener ein bisschen zuckerig anmutende Tee, auch als “Anti-Aging-Tee” umworben, schon jahrelang gekauft, hier allerdings ist er noch eher exotisch. Ein Tee der ganz besonderen Sorte ist Reishi, ein Vitalpilz, dessen therapeutische Wirkung das Immunsystem, die Nieren und den Stoffwechsel positiv beeinflusst. Der Japanische Begriff Wu Ling heißt übersetzt “Pilz des ewigen Lebens” bzw “Fünftausend-Jahre-Pilz”. Für den Tee werden fein zertrennte, getrocknete Scheiben verwendet, welche über Nacht in frischem Wasser aufquellen sollten. Danach wird das Gebräu mit den Pilzstücken aufgekocht und sechs min. ziehen gelassen und anschließend abgeschüttet. Der Tee schmeckt ein wenig herb-bitter und darf mit Süssstoff oder Kandiszucker gesüßt werden.



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