Tee trinken
Januar 7, 2009
8:50 pm
karl krueger
Essen & Trinken
Laut einer berühmten chinesischen Faustregel bereitet man Tee in einer mit warmen Wasser erwärmten Kanne zu, nimmt je Becher einen TL Teeblätter, übergießt diese mit kochendem Wasser und schüttet den Aufguss nach maximal sieben Minuten in eine andere vorgewärmte Teekanne ab. Teeliebhaber raten, den Tee nur drei Minuten ziehen zu lassen, zumal nach Ablauf dieser Zeit die in den Teebestandteilen enthaltenen Gerbstoffe frei gesetzt werden, die die belebende Wirkung des Purin-Alkaloids im Tee abschwächen. Tee kann man je nach Gusto mit Sahne, Rohrzucker, Honig, oder Rum genießen. Das Vorurteil, in Teebeuteln sei Tee minderer Qualität, ist falsch. In den Teebeuteln sind erlesenere Stückchen ohne Halme. Wer ein Teeei nutzt, sollte jenes circa zur Mitte füllen. Nach dem Überbrühen mit kochendem Wasser quillen Teeblätter auf und nehmen an Volumen zu. Tee benötigt zu der Aromenentfaltung Luft. Die Würze des Tees ist von der Qualität abhängig. Die edelste Tee-Qualität ergeben die Hauptknospen und die zartesten Blättchen des Strauches. Sowie die Teepflanzen geerntet wurden, müssen diese fürs Erste welken, später werden sie gestückelt, fermentiert und vollständig entwässert. Einige Tees werden jedoch nicht fermentiert sondern stattdessen gedünstet. Gesundheitsdienliche Ingredenzien, die vor bestimmten Krankheiten schützen sollen, werden dabei konserviert. Der gesündeste Aufguss weltweit soll der Jiaogulan Tee sein, welcher auch “Pflanze des Lebens” heißt, weder Guaranin noch Koffein enthält, aber doch anregend ist und eine positive Wirkung auf die Gesundheit von Menschen hat. Das Grün der schnell wachsenden, maximal neun m langen Pflanze, die zu den Kürbisgewächsen gehört, werden in der Chinesischen Heilkunde als Arznei verwendet. Der Jiaogulan gehört in der EU nicht zu den Pharmazeutika, sondern ist ein Genussmittel. In Amerika wird jener etwas zuckerig schmeckende Tee, auch als “Jung-bleib-Tee” umworben, schon lange getrunken, hier allerdings ist er eher noch unentdeckt. Ein Tee der ganz außergewöhnlichen Klasse ist Reishi, ein Pilz, dessen therapeutische Wirkung unser Immunsystem, den Magen und die Verdauung vorteilhaft beeinflusst. Der Chinesische Name Wu Ling bedeutet “Ewigkeitspilz” bzw “Tausend-Jahrzehnte-Pilz”. Für den Tee werden dünn zertrennte, getrocknete Stücke verwendet, die über Nacht in lauwarmen Kristallwasser aufquellen sollten. Danach wird die Flüssigkeit mit den Pilzbestandteilen erwärmt und fünfzehn Minuten ziehen gelassen und anschließend abgeschüttet. Der Jiaogulan schmeckt ein wenig bitter und darf mit Waldhonig oder Rohrzucker gesüßt werden.
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Schlagwörter: Tee
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