Wirtschaftsgeschichten

11:04 pm Business

 

In Zeiten der Bankenkrise haben die Topmanager aus der Wirtschafts- und Finanzwelt in der öffentlichen Meinung nur wenig zu lachen. So sind die hohen Gehälter für einen Menschen, der trotz Berufstätigkeit öffentliche Leistungen beziehen muss, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, oft nur schlecht vermittelbar und wenn Banker die Rente und die mühsam erarbeiteten Ersparnisse des kleinen Mannes oder der kleinen Frau einem Glücksspiel gleich aufs Spiel setzen, so öffnet dies geradezu schon Potentiale für gesellschaftliche Bewegungen oder gar Revolutionen, die man sich in den 1990er Jahren, als selbst Sozialpädagogen zu Börsenspekulanten wurden und sich Volksaktien zuzulegen müssen glaubten, nicht vorstellen hätte können. Und so sind es heute die Manager und Finanzexperten, auf die mit dem Finger gezeigt wird und die im öffentlichen Bewusstsein als die alleinige Verantwortung für die mögliche sich entwickelnde Weltwirtschaftskrise ausgemacht werden können. Doch auch Manager sind Menschen und überdies auch oft recht kreative Gesellen, wie jüngst beispielsweise Reto Domeniconi bewiesen hat. Der ehemalige Generaldirektor des größten Lebensmittelkonzerns der Welt findet mit seinem Buch Wärmewerte nun auch als Schriftsteller gute Kritiken und beweist, dass die Gedankenwelt eines Managers nicht alleine nur um das Vermehren des Geldes kreisen muss. Vielleicht mag dieses Buch auch dazu geeignet sein, ein wenig mehr Einblick und Verständnis für die Welt des Top-Managements zu gewinnen.


Autor: Andreas Mettler - Webseite



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